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Am 25.11. Einleitung: Prof. Frank Stern (Institut für Zeitgeschichte Wien).
On 25 Nov Introduction: Prof. Frank Stern (Institute of Contemporary History Vienna).

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MADE IN ISRAEL
Ari Folman, IL 2001
Produktion/Production Company Anat Assoulin, Land & Jahr/Country & Year Israel 2001, Produzent/Producer Anat Assoulin, Regie/Director Ari Folman, Drehbuch/Script Ari Folman, Kamera/DoP Itzik Portal , Ton/Sound Aviv Aldema, Schnitt/Editor Dov Steuer, Musik/Music Berry Saharov
DarstellerInnen/Cast Jürgen Holtz (Egon Schultz), Genia Dodina (Dodo), Menashe Noy (Eddie Zanzury), Sason Gabai (Perach), Dror Keren (Tiktak), Igor Mirkorbanov (Vitally), Josef El-Dor (Danny Hoffmann), Tzahi Grad (Segal)
Komödie, Farbe, 35mm, 113 Minuten, hebr. u. russ. OF, dt. UT Comedy, colour, 35mm, 113 min., Hebrew and Russian OV, German subtitles |
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Irgendwann in naher Zukunft wird der 82-jährige Deutsche Egon Schultz, der "letzte lebende Nazi", im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Israel und Syrien an Israel ausgeliefert. Dort soll er sofort hingerichtet werden, da er im Verdacht steht, für den Tod tausender Juden aus Saloniki und Wien während des Zweiten Weltkriegs verantwortlich zu sein. Der wohlhabende Geschäftsmann Danny Hoffmann, Sohn eines Holocaustüberlebenden, setzt zwei Millionen Dollar Kopfgeld auf den Nazi aus. Um ihn zu fangen, beauftragt Hoffmann zwei professionelle Gangster und den russischen Kopfgeldjäger Vitally - den meistbeschäftigsten Freelance Killer im Nahen Osten - mit der Suche. Vitally und seine schöne Geliebte Dodo sollen Schultz zum Berg Mars, den höchsten Berg des Landes, bringen, wo Hoffmann ihn persönlich erschießen möchte. Doch Dodo und Vitally werden auf den Golanhöhen von Schneefall und dichtem Nebel empfangen. Dort treffen sie den Trompetenspieler Eddie Zanzury, der sich ihnen anschließt. Die Lage wird aber immer komplizierter.
"Frivolitäten verletzen den moralischen Konsens einer Gesellschaft, jedoch so, dass diese Verletzung durch die Gesellschaft noch geduldet wird. Insofern wirkt das Frivole doppelt demaskierend: Es deckt mit dem Tabu zugleich die Doppelmoral der Tabu-Polizisten auf, die den Tabu-Bruch unter bestimmten Bedingungen amüsant finden. Ari Folmans Film »Made in Israel« erfüllt diese Kriterien des Frivolen restlos. Der israelische Regisseur benutzt seine Herkunft als Lizenz dazu, einen alten Nazi als Opfer verbrecherischer Juden zu zeigen; er tut es auf unterhaltsame Weise und entwirft dabei ein finsteres Bild seines Heimatlandes.(...) Dass die Waffen so locker sitzen, verrät viel über Israel. Das Land ist durchmilitarisiert bis in die letzten Winkel des Alltags. Der Satz »einen zweiten Holocaust darf es nicht geben« funktioniert nicht nur als Begründung für das Existenzrecht des Staates Israel, sondern auch als Rechtfertigung für fast jede Schlächterei an nicht-israelischen Menschen. In einem solchen Klima wachsen Generationen auf, die den deutschen Nationalsozialismus nicht mehr persönlich durchlitten haben, aber weiterhin in dem Bewusstsein erzogen werden, unter ständiger Bedrohung zu leben." (Jan Brachmann: Und er bläst so schön Trompete, Berliner Zeitung, 27. März 2003)
Set in the future, Egon Schultz, an 82 year old Nazi war criminal, is extradited to Israel from Syria as part of a peace agreement between the two countries. Schultz was responsible for the deaths of thousands of Jews from Thessaloniki and Vienna. Danny Hoffmann, a wealthy Israeli businessman, places a two million Dollar bounty on his head, setting off a journey by five Israelis: a trumpet player who earns his living performing at graveside memorials on Mount Hermon, two payment collectors, and a pair of Russian gangsters who become Nazi hunters. "In his film Folman criticizes the role of history in modern Israel. The Holocaust was an unprecedented crime, however, according to Folman, one should not make use of it. In the name of history and memory of the Holocaust a grand manipulation is taking place in Israel. Thousands of teenagers are taken to Auschwitz; they cry and swear, »There will be no second Holocaust«. A few months later they join the army, face the Arabs and fight like crazy, while the words about the »second Holocaust« are constantly on their minds - although Israel is not threatened by any kind of Holocaust. This is why young manipulated soldiers, full of hatred, want to kill in the name of the highest ideals. (É) Folman claims the memory of the Holocaust should not be misused because the Palestinians are not Nazis and they are not preparing any gas chambers for the Jews - they simply fight for their independence." (A Conversation of Pawel Smolenski with Ari Folman: We Glorify Death, Gazeta Wyborcza 251/4159, October 26/27 2002) |
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