Spurensucher

Eine Reihe neuerer Dokumentarfilme begibt sich auf Spurensuche. L’Chayim, Comrade Stalin schildert eine Reise nach Birobidschan, der Hauptstadt des ehemaligen Jüdischen Autonomen Gebiets in Sibirien. Unter dem Titel Shalom Vienna werden Benjamin Audour und Daniel Krasa ihren jüngst fertig gestellten Film über jüdisches Leben in Wien vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zeigen.
In Et nous, qui sommes-nous / And Then, Who are We? treffen Barbara
Schuch, eine Französin mit polnischen und jüdischen Wurzeln, und die Journalistin Sophie Sensier (beide Regisseurinnen sind als Gäste anwesend) Jüdinnen und Juden im Polen von heute.
Der junge Wiener Emil Rennert begibt sich in Eine verschwundene Welt auf die Spuren seiner rumänischen Großeltern. Auch in Lista Sendlerowej / Sendlerowa’s List machen sich vier junge Mädchen aus einem College in den USA auf die Suche: In Warschau treffen sie Irena Sendlerowa, die während des Zweiten Weltkriegs 2.500 jüdische Kinder aus dem Ghetto rettete.

In zwei Arbeiten werden insbesondere die Lebenswege von Künstlern nachgezeichnet. Thomas Frankl schildert in Vizie Z Inferna / Visionen aus dem Inferno Leben und Werk seines Vaters, dem Künstler Adolf Frankl.
In Ostalas’ Dusha Ego Zdes’ / Seine Seele ist geblieben wird an
Marc Chagalls Leben und Wirken in seiner weißrussischen Heimatstadt
Witebsk erinnert.

Daniel Ankers Dokumentarfilm Imaginery Witness begibt sich auf filmische Spurensuche. Er zeigt wie sich Hollywood seit den 40-er Jahren in zahlreichen
Produktionen mit dem Holocaust auseinandersetzt.