1899 wollte die französische Filmfirma Pathé mit Méliès’ L’Affaire Dreyfus konkurrieren, indem sie eine andere Version dieses Themas drehen ließ. Aber als bekannt wurde, dass der Film verloren gegangen ist, ließ das Unternehmen im Jahre 1908 eine neue Version der „Affaire“ von Lucien Nonguet drehen, die die bereits im Jahre 1906 erfolgte Rehabilitierung des Offiziers zum ersten Mal thematisierte. Dieser neue Film wurde nicht in Frankreich gezeigt, sondern vor allem in die Vereinigten Staaten von Amerika vertrieben. Die verschiedenen Episoden von L’Affaire Dreyfus, lange Zeit eher willkürlich aneinandergereiht präsentiert, wurden kürzlich in chronologischer Folge neu montiert. Heute werden sie so vorgeführt, dass die historische Reihenfolge der Ereignisse respektiert wird.
Ferdinand Zecca (geb. 1864) und Lucien Nonguet (geb. 1868) zählen zu den Pionieren des französischen Films. Beide arbeiteten u. a. als Regisseure für Pathé. Ihr 1905 entstandener Film La vie et la passion de Jésus Christ zählt mit seiner Dauer von etwa 45 Minute zu den ältesten noch erhaltenen Langfilmen.
Ferdinand Zecca (born in 1864) and Lucien Nonguet (born in 1868) are two main pioneers of French film. Both worked as directors for French film producer Pathé.
This company wanted to compete with Méliès in assigning Nonguet and Zecca to shoot a film about the affaire Dreyfus. After that first film had disappeared, Pathé produced a second version in 1908, including the rehabilitation of the officer in 1906.
SONDERVORSTELLUNG
Die Filme von Méliès, Nonguet/Zecca und Oswald werden lediglich am So., 19.11. um 10:00 in einer Sondervorführung im FILMHAUSKINO gemeinsam präsentiert. Thomas Ballhausen vom Filmarchiv Austria wird die Produktionsfirmen Gaumont und Pathé vorstellen.
Kein Wiederholungstermin/Only one screening
So 19.11. 10:00 Filmhauskino- Matinee/Sondervorführung
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