Premieren / Premiers

AUF DER ANDEREN SEITE DES LEBENS
Greta Jamkojian, A 2008

In Anwesenheit von Regisseurin Greta Jamkojian und Zeitzeugin Anna Hackl (angefragt; nur Freitag, 14.11., 18.30, Metro Kino)

Fr, 14.11., 18.30, Metro Kino
Di, 25.11., 20.30, Metro Kino

Diese Veranstaltung wurde dank Unterstützung des Bundesministeriums für Inneres/ KZ-Gedenkstätte Mauthausen ermöglicht.

Produktion/Production Company Greta Jamkojian Produzentin/Producer Greta Jamkojian Regie/Director Greta Jamkojian Buch/Writer Greta Jamkojian Kamera/Cinematography Katharina Frank, Friedrich Bumerl Ton/Sound Wolfgang Mohaupt, Peter Janecek, Peter Roesner, Gaele Miksyte, Nils Kirchhoff Schnitt/Editor Friedrich Bumerl Musik/Music Paul Gulda

Dokumentarfilm, Farbe, Format DigiBeta, 110 Minuten, OF, dt. UT

Wir waren wie auf der anderen Seite des Lebens.“ So beschreibt der ehemalige polnische Häftling Stanislaw Leszczynski sein Martyrium im Konzentrationslager Mauthausen. 1938 beginnt für 200.000 Menschen hier die „andere Seite des Lebens“. In Mauthausen wird vom NS Regime, anders als in Auschwitz, die „Vernichtung durch Arbeit“ vorangetrieben. 70 Jahre nach Gründung des Konzentrationslagers können die Überlebenden - Juden, Regimegegner, Kriegsgefangene, Frauen und Kinder unterschiedlicher Nationalitäten - die Schrecken nicht vergessen und wollen Zeugnis ablegen. Sie sprechen über Deportation, Lageralltag, Tod, Verrat, Skurriles inmitten des Grauens, Freundschaft, Solidarität, Widerstand, und über ihr Leben nach und mit dem Albtraum.

„Die ganz persönlichen Aussagen und Erzählungen der Protagonisten sind eine Würdigung an die Toten und Überlebenden, ein Vermächtnis an kommende Generationen, ein Zeugnis der Geschichte Österreichs.“ (Regisseurin Greta Jamkojian)

Der Film konnte dank der großzügigen Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich, des Nationalfonds der Republik Österreich, der Landesregierung Oberösterreich und des Österreichischen Bundesministeriums für Inneres produziert werden.

Anna Hackl, geborene Langthaler, versteckte gemeinsam mit ihrer Familie nach der größten Massenflucht aus dem ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen im Februar 1945 zwei der entflohenen KZ-Häftlinge in ihrem Bauernhaus. Mit ihrer Mitarbeit als Zeitzeugin bei der Entstehung des Films Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen von Andreas Gruber leistete sie einen wichtigen Beitrag zur zeitgeschichtlichen Dokumentation der so genannten „Mühlviertler Hasenjagd“. Im Jahre 2005 erhielt sie den Menschenrechts-Preis des Landes Oberösterreich 2005

Stanislaw Leszczynski, a former inmate of the concentration camp of Mauthausen describes his martyrdom: „We were like on the other side of life.“ The main camp was built in 1938 around the villages of Mauthausen and Gusen in Upper Austria. One year later it was converted into a labour camp, which was mainly used for the extermination of political prisoners. Until early 1940, the largest group of inmates consisted of German, Austrian and Czechoslovak socialists, communists, anarchists, later joined by Polish Catholics, homosexuals, and people of Roma and Jewish origin. In 2008 – seventy years after the foundation of the Camp – survivors get a chance to speak about deportation, daily life, crimes, death, solidarity, friendship, and their lives after and with the nightmare. This film was generously supported by the Future Fund of the Republic of Austria, the National Fund of the Republic of Austria, the provincial government of Upper Austria and the Austrian Ministry of Interior