Tribute Otto Tausig

EMIGRATION N.Y. –
DIE GESCHICHTE EINER VERTREIBUNG

Egon Humer, A 1994/1995

In Anwesenheit von Regissuer Egon Humer

Mo, 19.11., 18.30, Votivkino

Produktion/Production Company Prisma Film Produzenten/Producers Heinz Stussak, Michael Seeber Regie/Director Egon Humer Buch/Script Egon Humer Kamera/DoP Peter Roehsler AAC Ton/Sound Bruno Pisek Schnitt/Editor Karina Ressler Beratung/Consultant Amos Vogel Recherche/Research Amos Vogel

Homepage www.humer-film.com/FILME/EMIGRATION_NY/egonfilm.htm

Dokumentarfilm, 35 mm, 177 Minuten, OF

Zwischen März 1938 und November 1941 wurden durch diskriminierende Gesetze und offenen Terror mehr als 130.000 ÖsterreichInnen in die Emigration getrieben – ein Großteil von ihnen war jüdischer Abstammung. An die 30.000 flohen in die USA. Egon Humer hat zwölf von ihnen in New York besucht. Fast alle Interviewten waren zum Zeitpunkt der Flucht aus Österreich Kinder oder Jugendliche. Die sieben Frauen und fünf Männer erinnern sich an Leben und Kindheit in Österreich, an die existentielle Bedrohung nach dem „Anschluss“, den Verlust von Eigentum, den Kampf um die Ausreise in ein Land, an dem nicht nur die Sprache fremd war. An die Not und Selbstzweifel des Flüchtlingsdaseins, an das Weiterleben, das oft unter dem Wissen stand, dass die zurückgebliebenen Angehörigen verfolgt und ermordet worden waren. Die Interviewpartner berichten von ihrer Suche nach einer neuen Identität, ihren Ängsten und Hoffnungen, die sie bei späteren Reisen nach Österreich erlebt haben.

Seven women and five men talk about their childhood in Austria, living under constant existential danger after the ‘Anschluß’, the loss of property, the struggle to emigrate, the strains of the mostly odyssee-like journey, the arrival in a foreign country where not only the language was alien to them; the poverty and self-doubt of a refugee’s existence, survival, the knowledge that relatives back in Europe were being persecuted and murdered. They speak about their search for a new identity, their memories, fears and hopes which they experienced during later visits to their "homeland". At the time of their escape from Austria, most of his interview partners were still children or adolescents. Their (retrospective) childhood perspectives in the light of which these past events are depicted, set the tone of this film and define the phenomenon of emigration from a different point of view. (www.humer-film.com/FILME/EMIGRATION_NY/egonfilm.htm)