Programm

NUIT ET BROUILLARD
NACHT UND NEBEL

Alain Resnais, F 1955/1956

Donnerstag / Thursday, 19. November 2009, 19:00 h, Metro Kino

Produktionen/Production Companies Argos Films, Como Films, Cocinor Produzenten/Producers Philippe Lifchitz, Anatole Dauman, Samy Halfon
Regie/Director Alain Resnais Regieasstenz/Assistant Directors André Heinrich, C Buch/Script Jean Cayrol Kommentar/Commentary Jean Cayrol, Paul Celan (BRD-Fassung/Federal Republic of Germany version), Henryk Keisch (DDR-Fassung/ GDR version) Kamera/DoP Ghislain Cloquet, Sacha Vierny Tonassistent/Sound Assistents Henri Colpi, Jasmine Chasney Schnitt/Editor Alain Resnais Musik/Music Hanns Eisler Sprecher/Narrators Kurt Glass (Federal Republic of Germany version), Raimund Schelcher (GDR version)

Dokumentarfilm, 35mm, Farbe und s/w, 32 Minuten, dt. OF (BRD-Fassung)
Documentary Film, 35mm, colour and b&w, 32 min., German OV (Federal Republic of Germany version)

Der Titel des Filmes bezieht sich auf einen „Führererlass“ vom 7. Dezember 1941, der im Nürnberger Prozess als „Nacht-und-Nebel-Erlass“ bezeichnet wurde. Danach wurden Zivilisten, die einer Straftat gegen das Deutsche Reich beschuldigt wurden, entweder sofort zum Tod verurteilt und hingerichtet oder aus den besetzten Gebieten nach Deutschland verschleppt. Nuit et brouillard/Nacht und Nebel kombiniert Archivmaterial in Schwarzweiß mit farbigen Sequenzen aus dem KZ Auschwitz-Birkenau, die mit einem Text des französischen Schriftstellers und ehemaligen Häftlings des KZ Mauthausen Jean Cayrol unterlegt sind. Sein Monolog schildert die Alltagswelt der Konzentrationslager, die dort erlebte Qual, Demütigung und Vernichtung. „Der Kompilationsfilm von Resnais war einer der ersten Filme über die deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager. Deutlich changiert Resnais zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aufnahmen aus der Gegenwart (zur Zeit der Entstehung des Films), sind mit den Bildern in Schwarz-Weiß (Vergangenheit) montiert, wobei die Farbaufnahmen durchweg im Travelling nach vorn gedreht wurden, als seien sie auf der Suche nach der verdeckten Erinnerung. (...) Der Kommentar weist nicht nur auf die Vergangenheit hin, sondern ebenso auf die Gegenwartsebene und in die Zukunft (besonders im Schlussappell des Films: 1955 hatte der algerische Befreiungskampf gerade begonnen).“ (www.cine-holocaust.de/)

Nuit et brouillard/Night and Fog, directed by Alain Resnais, was made ten years after the liberation of Nazi concentration camps. The film was made in collaboration by two survivors of the Holocaust, including writer Jean Cayrol and composer Hanns Eisler.
Resnais was originally hesitant about making the film and refused the offer to make it until Cayrol was contracted to write the script. The film was shot entirely in the year 1955 and is composed of contemporary shots of the camps and stock footage. The documentary alternates between past and present and features both black and white and colour footage.

Der Film wird mit Im Museum (Durch die Geschichte) gezeigt.
The film is screened together with Im Museum (Durch die Geschichte).

Wir danken dem Österreichischen Filmmuseum für die Zurverfügungstellung der Filmkopie.
We thank The Austrian Film Museum for providing the copy
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