75 JAHRE ENDE DES 2. WELTKRIEGES

30 JAHRE FALL DER BERLINER MAUER

In unserem Geschichts-Schwerpunkt vereinen wir zwei Gedenktage, die beide an das Öffnen von Toren und den Fall von Mauern erinnern: 75 Jahre seit Ende des Zweiten Weltkrieges und KZ- Befreiungen und 30 Jahre seit dem Fall der Berliner Mauer.
Deshalb haben wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Filmproduktion im deutschsprachigen Raum gelegt. Wie wurde in den schwierigen Nachkriegsjahren im geteilten Deutschland mit jüdischen Themen umgegangen, wie im österreichischen Filmschaffen? Sehr interessant ist der zwischen "Chronik eines Mordes"von 1965 aus der ostdeutschen DEFA und "Zeugin aus der Hölle" von 1966 aus Artur Brauners CCC-Filmreihe. In Beiden Fällen steht eine Frau im Mittelpunkt der Handlung, doch deren Handlungsweise ist grundlegend verschieden.

 

Um besser zu verstehen wie es überhaupt zum "1000jährigen Reich" und dem Zweiten Weltkrieg kommen konnte untersuchen
Dr. Hannes Leidinger und Dr. Christian Rapp die gesellschaftspolitische Situation in der Adolf Hitler herangewachsen und geprägt worden ist.

EINIGE FILME ZUM THEMA

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MORITURI

Do 8. 10. - 17:50 Village Cinemas | Spielfilm D 1948 | 85' dt. OF 

Gegen Kriegsende in einem osteuropäischen KZ. Ein polnischer Lagerarzt verhilft einer Gruppe von Häftlingen zur Flucht in ein Waldversteck. Hier halten sich schon Verfolgte unterschiedlicher Nationalität auf. Die Front rückt immer näher und die Lebensmittel werden knapp.

In Memoriam Artur Brauner

LIEBE WAR ES NIE

Sa 10. 10. - 20:30 Village Cinemas | Dokumentarfilm IL/A 2020 | 95' hebr./dt. OF m.engl. UT

Rund Dreißig Jahre nachdem sich die Lebenswege von Helena Citron und Franz Wunsch am Tor des KZs Auschwitz trennten, sehen sie sich im Wiener Gerichtssaal wieder – Helena als Zeugin, Franz als Angeklagter.

ÖSTERREICHPREMIERE

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DER LETZTE MENTSCH

Do 8. 10. - 15:30 Village Cinemas | Spielfilm D 2014 | 89' dt. OF 

Marcus (Mario Adorf) ist KZ-Überlebender, der einzige seiner Familie. Nach der Befreiung nahm er einen anderen Namen an, um mit seiner jüdischen Abstammung auch die Erinnerung an die Schrecken der Konzentrationslager zu löschen. Als alter Mann jedoch beendet Marcus' Identitätsflucht und begibt sich auf die Suche.

Wir gratulieren Mario Adorf zum 90ten Geburtstag.

EIN JUNGER MANN AUS DEM INNVIERTEL

Do 15. 10. - 20:30 Village Cinemas | Spielfilmdoku A/D 1973 | 100' dt. OF 

Georg Stefan Troller und Axel Corti gehen an die geistigen Wurzeln der nationalsozialistischen Ideologie und entwerfen gleichzeitig ein Psychogramm Hitlers: vom Tod des Vaters 1903 bis zur Begeisterung über den Ersten Weltkrieg 1914. Schon der Beginn des Films verdeutlicht, dass Hitlers Weltsicht nicht einem Einzelnen entstammt, sondern von einem Kollektiv getragen wird.

Zusammen mit dem Vortrag von Hannes Leidinger & Christian Rapp

Ein jungen Mann aus dem Innviertel - AH.
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JAKOB DER LÜGNER

Fr 16. 10. - 17:30 Metro Kinokulturhaus | Spielfilm DDR 1974 | 100' dt. OF 

Jakob hört zufällig im Büro der deutschen Besatzer in einer Radiosendung vom Vorrücken der Roten Armee. Um seine deprimierten und verängstigten Freunde im Ghetto aufzumuntern, gibt er diese freudige Botschaft weiter und erfindet nach und nach weitere Nachrichten von angeblichen Erfolgen der Alliierten gegen die Nazis. Seine Lügen halten die Hoffnung und den Humor der Ghettobewohner am Leben. 

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