PODIUMSDISKUSSION

Karl Lueger_denk_mal_pflege?

Auf dem Podium: 

Univ.-Prof. Mag. DDr. Oliver Rathkolb, Institutsvorstand Zeitgeschicht UniWien,  Dr.in Elena Messner,

Doz. Mag. Eduard Freudmann, Claudia Prutscher Vizepräsidentin der IKG, Sashi Turkof Co-Präsidentin der Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen

Sashi Turkof vor Lueger Denkmal.jpg
Messner_Elena_c_David-Visnjic_Web-657x1030.jpg
Rathkolb-2020-hoch-c-Stefan-Knittel-scaled.jpg
Eduard-Freudmann-Profile.jpg
Prutscher sitzend.jpg

Moderation: 
Mag.a Renata Schmidtkunz, Journalistin

Renata Schmidtkunz.jpg
JÖH.jpg

Karl Lueger, der von 1897 bis 1910 als Wiener Bürgermeister wirkte, genoss zu Lebzeiten große Bewunderung. In der Gegenwart ist er vor allem als Vorreiter des politischen Antisemitismus bekannt, mit welchem er Adolf Hitler ein Vorbild war.

 

Obwohl Lueger wegen seiner Politik des Judenhasses in der Gegenwart diskreditiert ist, finden sich bis in das 21. Jahrhundert hinein monumentale Ehrungen im Wiener Stadtbild, welche nun sukzessive geändert werden. Die Karl-Lueger Gedächtniskirche wurde im Jahr 2000 umbenannt, der Karl-Lueger Ring 2013. Doch im Herzen der Stadt, auf dem Dr.-Karl-Lueger-Platz direkt an der Ringstraße, thront noch immer ein eherner Bronzekoloss auf einem Steinsockel – das Luegerdenkmal, geschaffen vom deutschnationalen Künstler Josef Müllner, der 1940 etwa die „Hitlerbüste“ für die Universität Wien herstellte.

 

Im Jahr 2020 ist die Debatte um das Denkmal wieder laut geworden. Zahlreiche Stimmen aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft fordern die Um- oder Weggestaltung desselben. Bei den Protesten (genannt „Schandwachen“) wurde das Denkmal vielfach mit dem Wort „SCHANDE“ besprüht, mehrere Kommissionen und Runde Tische arbeiten bereits an Vorschlägen für die Um- oder Weggestaltung des Denkmals sowie für die Umbenennung des Platzes.

 

Im Rahmen der Paneldiskussion „Denk_Mal_Pflege“ wird die langandauernde Geschichte der Lueger-Statue im Kontext der österreichischen Geschichtspolitik thematisiert und die Möglichkeit der Umgestaltung als Chance für einen differenzierteren Umgang mit der antisemitischen Vergangenheit diskutiert: Könnte aus dem Denkmal ein Mahnmal, ein kritisches Erinnerungszeichen werden?

DISKUSSION Lueger Denkmal
Lueger Denkmal beschmiert.jpg

Mo 11.10. 18:30
Village Cinemas Wien Mitte